Menu
Menü
X

Einführung

Lieber Familien,

heute ist Karfreitag.

Im Englischen ist es der "Good Friday", weil Jesus mit seinem Leiden und Sterben nicht gescheitert ist, sondern etwas sehr Entscheidendes für uns alle vollbracht hat.

"Es ist vollbracht!", ruft Er am Kreuz.

Der Tod hat nun keine Macht mehr, für den, der Gott vertraut!

Vergebung wird möglich, weil Er die ganze Schuld auf sich nahm!

Die heutige Erzählung von Lars Hoben, Leiter der Musical Kids, spricht von dieser frohen Botschaft.

Und es gibt diesmal statt Audios Videos zu der biblischen Geschichte. Schauen Sie rein!

Die Osterfreude möge Sie zuhause erreichen und eine Hoffnung wecken, die unerschütterlich ist:

"Der Herr ist auferstanden!

Er ist wahrhaftig auferstanden!"

Vielleicht mögen Sie auch die ein oder andere Idee unserer kreativen Aktionen umsetzen. Viel Freude dabei! 

Freundliche Grüße und gesegnete, frohe Ostern wünscht

Christa Graf

Einstiegsritual

Lied

Bild

Erzählung

Aktion

Ausmalbild

Gebet

 

 

Einstiegsritual

  • Einen Ton erklingen lassen (z.B. Glöckchen, Triangel…), bewusst auf den Klang achten - der Ton verklingt nicht sofort - darauf achten, wie lange er klingt...Wer nichts mehr hört, meldet sich! Dies hilft, in die Ruhe zu kommen.
  • Kerze entzünden als Zeichen, dass Gott bei uns ist, auch wenn wir ihn nicht sehen können...
  • Lied „Die Kerze brennt“. Die Kinder kennen dieses Lied vom Minimaxigottesdienst und der Kita. Zu diesem finden sie hier den Liedtext und einen Link zum Anhören oder Mitsingen.

Lied "Die Kerze brennt"

Die Kerze brennt. Ein kleines Licht.
Wir staunen und hören: Fürchte dich nicht.
Erzählen und singen, wie alles begann.
In Gottes Namen fangen wir an.

YouTube Video „Die Kerze brennt“ zum Anhören oder Mitsingen
https://youtube.com/watch?v=-BWOuc-kVPY

Bild

Schauen Sie sich das Bild gemeinsam an. Alle erzählen, was sie sehen, erkennen, interpretieren...

Mögliche Impulsfragen:

 

  • Wer ist auf dem Bild zu sehen? (Frauen, Engel)
  • Wo sind die Frauen und der Engel? (Grabhöhle, in die Jesus gelegt wurde)
  • Betrachtet die Gesichter und Gesten der Frauen! (Erstaunen, Aufregung...)
  • Was hält eine Frau in ihrer Hand (Balsam)
  • Was hatte sie wohl damit vor (Leichnam von Jesus einbalsamieren)
  • Was könnte der Engel den Frauen verkünden (Jesus lebt)

Erzählung

Die Erzählung zum Karfreitag als YouTube Video der Musical Kids ansehen

Die Erzählung zu Ostern als YouTube Video der Musical Kids  ansehen

oder 

Sie haben vielleicht eine Kinderbibel zur Hand und mögen die Geschichte daraus vorlesen.

oder

Sie nutzen diesen Erzählvorschlag:

Der Freispruch

Kalt und dunkel ist es in dieser kleinen dreckigen Zelle des Gefängnisses von Jerusalem.

Er ist selbst dran schuld. Das weiß er ganz genau. Ein Mörder ist er und ein gemeiner Dieb.

Der Anführer einer ziemlich üblen Truppe.

Wie es jetzt mit ihm weitergehen würde, weiß er nur zu genau: Umbringen würden sie ihn.

Wie einen Verbrecher. Aber das ist er ja letztlich auch.

Und je länger er darüber nachdenkt, desto mehr Angst bekommt er. Es wird nicht mehr lange dauern, bis sie ihn abholen. 

Die Zeit rast und bald wird die Sonne aufgehen Und dann...

Daran will er, Barabbas, gar nicht denken. So viel Angst hat er.

Er erinnert sich an den Tag, als die Römer ihn fassten und ihn in dieses Gefängnis brachten.

"Endlich haben wir dich", haben sie geschrien. "Du entwischst uns nicht mehr. Dein Leben ist keinen Cent mehr wert. Du wirst deine gerechte Strafe bekommen."

Obwohl die Sonne langsam aufgeht, spürt Barabbas die Kälte dieser Mauern.

Und dann hört er es: Das Geräusch von einem großen Schlüsselbund. Er hört, wie die Türe aufgemacht wird. Schritte hört er. Sein Herzschlag pocht  Er weiß, was jetzt kommt. Sie kommen ihn abholen. Und dann... Daran will er nicht denken.

Dann stehen sie vor ihm. Eine Gruppe von Soldaten.

"Aufstehen und mitkommen!", brüllen sie ihn an. 

In Begleitung der Soldaten verlässt er das Gefängnis. Die Sonne scheint ihm mitten ins Gesicht und tut ihm in den Augen weh.

Überall kann er Menschen sehen. So viele Menschen...

Und da drüben steht Pilatus, der Statthalter von Jerusalem auf seinem Balkon.

Ganz in der Nähe steht ein anderer Gefangener.

Barabbas kennt ihn nicht. Er ist keiner von seinen Rebellen.

Plötzlich ergreift Pilatus das Wort:

"Ruhe! Ruhe!

Wie es bei uns üblich ist, werde ich zum Passahfest einen Gefangenen frei geben. Dieses Jahr dürft ihr entscheiden. Wen soll ich freigeben? Ich stelle euch vor die Wahl:

Barabbas, den Mörder oder Jesus, der von sich selbst sagt, dass er der König der Juden ist.

Wen soll ich begnadigen?"

Für Barabbas ist es klar, für wen sie sich entscheiden werden. Er ist ja der Verbrecher und Mörder. 

Dann soll es wohl so sein...

Doch was ist das?

Er traut seinen Ohren nicht. Hört er da richtig?

"Gib uns Barabbas" - "Ja, wir wollen Barabbas!"

Das Volk schreit seinen Namen: "Gib uns Barabbas frei!"

Pilatus ist genauso überrascht wie Barabbas. 

"Und was soll ich jetzt mit Jesus machen?"

Und auch hier hat das Volk eine klare Meinung: "Kreuzige ihn!"

Pilatus betont nochmal, dass er keine Schuld an Jesus findet. Doch das Volk schreit immer lauter: "Kreuzige ihn".

Da gibt Pilatus den Soldaten ein Zeichen und sie lösen die Fesseln von Barabbas. 

"Du kannst gehen! Du bist frei!"

Und Jesus, der andere Gefangene wird zum Tod am Kreuz verurteilt.

Schnell macht sich Barabbas aus dem Staub. Das, was er nie für möglich gehalten hätte, ist jetzt geschehen: Er ist frei! Er muss heute nicht sterben!

Barabbas kann es immer noch nicht glauben. Im letzten Moment hat er's geschafft! Er zwickt sich in den Oberarm. "Ist das jetzt wirklich passiert?", fragt er sich. "Das ist doch gar nicht möglich..."

Schnell läuft er aus der Stadt heraus. Schnell weg hier, bevor es sich die Römer und das Volk anders überlegen.

Er ist schon ein gutes Stück außerhalb der Stadt, als er noch einmal zurückschaut:

Auf der Müllkippe von Jerusalem sieht er drei Kreuze stehen. An jedem Kreuz hängt ein Mann.

Die auf der rechten und linken Seite kennt er: Genauso Verbrecher wie er selbst. 

In der Mitte hängt Jesus.

"Was hat er nur gemacht, dass ihn die Leute so hassen?", fragt er sich, "Er hat Kranke geheilt und sich mit den Schriftgelehrten angelegt. Aber rechtfertigt das sein Todesurteil? Nur weil man verschiedener Meinung ist, wird man ja nicht gleich umgebracht. Jesus hat eine Gruppe von friedliebenden Menschen um sich gehabt. Er hat davon gesprochen, dass er der Sohn des lebendigen Gottes ist. Aber ist das ein Grund für ein Todesurteil?"

Und als Barabbas sein Leben mit dem von Jesus vergleicht, merkt er den Unterschied wie Tag und Nacht. Er selbst hat Menschen überfallen und umgebracht. Er hat gelogen, betrogen und gestohlen. Er war gewalttätig. Es stimmt schon! Er war ein Mörder und ein böser Mensch. Wenn einer den Tod verdient hat, dann er selbst. Aber er war noch am Leben! Er war frei!

Und dieser Jesus stirbt jetzt am Kreuz. Er wurde verurteilt..."

Und ein Gedanke lässt Barabbas nicht mehr los: "Ist Jesus für mich gestorben? Es ist doch so: Weil er verurteilt wurde, bin ich frei gekommen. Er für mich."

Den Gedanken kann er kaum ertragen. Ein Unschuldiger muss sterben und er, der Verbrecher, kommt frei. Er kann es nicht ändern. Er kennt diesen Jesus noch nicht einmal. Nichts hat er zu seiner Rechtfertigung zu sagen.

Nur ein Gedanke geht ihm immer wieder durch den Kopf:

"Ich lebe, weil er für mich gestorben ist. Für mich ist Jesus zum Retter geworden."

Und er wünscht sich, diesen Jesus kennen zu lernen.

Er ist sich ganz sicher, er würde alles für ihn tun. Aber dafür ist es jetzt zu spät.

Zum Glück blieb Jesus nicht im Grab. Er ist, wie er es versprochen hat, am dritten Tag auferstanden. Gott sei Dank! Wir können ihn kennen lernen. Denn Jesus lebt auch noch heute.

Gebet:

Jesus, die Geschichte von Barabbas kann auch irgendwie meine Geschichte sein.

Weil du für mich gestorben bist, bin ich frei.

Danke, dass du das für mich getan hast.

Hilf mir, dass ich das immer besser verstehen kann.

Amen.

(Quelle: Lars Hoben)

 

Aktion: Osterbilder und besondere Steine

1. Osterbilder

Malt farbenfrohe, schöne Osterbilder!

Überlegt Euch Ostergrüße oder Osterwünsche an die Nachbarn in Berkersheim und schreibt diese auf oder unter Euer Bild!

Wenn Ihr mögt, befestigt es nun so an Eurem Fester oder Zaun, dass Passanten Bild, Wünsche und Grüße ansehen und lesen können.

Oder Ihr werft das Bild im Gemeindebüro- Briefkasten ein, bzw. fotografiert es ab, scannt es ein und schickt es bis zum 14. April an unser Gemeindebüro:

E-Mail: gemeindebuero(at)michaelis-ffm.de

Die Bilder werden dann zeitnah hier auf unserer Michaelisgemeinde - Website veröffentlicht.

2. Besondere Steine

Eine weitere schöne Idee von Pfarrerin Antje Armstroff aus Ulrichstein und Pfarrerin Pia Baumann aus Bockenheim geben wir hier weiter: 

Liebe Kinder, liebe Eltern,

Liebe Alle, die diesen Text lesen,

in diesen Tagen ist vieles anders. Die Schule ist zu, der Kindergarten hat

geschlossen. Viele Erwachsene sind im Home-Office. Auch Kindergottesdienst und

Gottesdienste in unserer Kirche können im Moment nicht gefeiert werden. Das ist

schade, denn so sehen und hören wir wenig voneinander. Was also können wir tun?

Vor fast 2000 Jahren konnten die Menschen auch keine Gottesdienste feiern.

Damals war aber kein Virus schuld, sondern der Kaiser von Rom. Der hatte das

Gottesdienstfeiern einfach verboten. Er hatte Angst, dass der Gott, an den Jesus

glaubte und an den wir glauben, mächtiger sein könnte, als die Götter, die er

anbetete.

Aber die Christen und Christinnen hatten eine gute Idee: Sie dachten sich ein

Geheimzeichen aus. Einen Fisch. Den Fisch malten sie auf Mauern und Steinen an

ihrem Haus. Wo das Bild von einem Fisch aufgemalt war, da waren Christen. Damit

erinnerten sie sich an etwas, dass Jesus einmal gesagt hatte, nämlich: „Auch wenn

ihr nur zu zweit oder zu dritt seid, ich bin trotzdem bei euch. Ihr seid nicht allein.“

(Matthäus 18,20)

Ich finde, das ist eine schöne Idee. Deshalb habe ich einen Vorschlag für euch:

Sucht euch ein paar Steine. Macht sie ein bisschen sauber – und malt einen

Fisch darauf. Am besten mit Farbe, die auch im Regen nicht verschwindet.

(Acrylstiften, Lackfarbe, Edding oder auch Nagellack)

Verteilt eure Fisch-Steine dann in eurem Haus, in eurer Straße oder in eurem

Viertel. Gerne könnt ihr sie auch bei einem Spaziergang vor die Kirche legen.

Wer mag, kann ein Foto vom Malen, Verteilen oder Finden machen und es im

Internet auf unserer Facebookseite mit den Hashtags #ZuversichtmitFisch

hochladen. Wir freuen uns darauf, eure Fische und Bilder zu finden.

Bleibt gut behütet! Das Kigo-Team und eure Pfarrerin Pia Baumann

 

(herzlichenDank für die Idee an Pfarrerin Antje Armstroff aus Ulrichstein)

 

Übrigens: „Die Buchstaben des griechisch Wortres für Fisch „ἰχθύς ichthys“ dienten als Abkürzung für

Jesus, Christus, Gottes Sohn, Retter (griechisch Iēsous Christos Theou Hyios Sotēr).“

 

Wer gerne einmal schauen mag, wie solche Steine aussehen könnten, schaut hier.

Ausmalbild

clipart freeOstern
Ostern
clipart freeOsterei
Osterei
clipart free
Grab Jesu, clipart free
clipart free
Jesus ist auferstanden, clipart free

Gebet

Halleluja,

Jesus, du lebst!

Du bist auferstanden von den Toten!

Der Stein ist weggewälzt.

Das Grab ist leer.

Der Tod hat keine Macht mehr über dich.

Es ist hell.

Licht von oben umstrahlt dich.

Du bist den langen, dunklen Kreuzweg gegangen.

Du hast den Tod erlitten.

Nun empfängst du Licht, Freude und Leben.

Das willst du auch uns schenken.

(Quelle: Sr. Esther Kaufmann, RPA Verlag)

 

 

top