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10.1 Gottesdienst

Kleine Andacht für Zuhause

Zünden Sie eine Kerze an.

Atmen Sie bewusst ein und aus.

„Gott, du bist hier, hilf mir jetzt auch hier zu sein“

Beten Sie Psalm 23: Der HERR ist mein Hirte, mir wird nichts mangeln. Er weidet mich auf einer grünen Aue und führet mich zum frischen Wasser. Er erquicket meine Seele. Er führet mich auf rechter Straße um seines Namens willen. Und ob ich schon wanderte im finstern Tal, fürchte ich kein Unglück; denn du bist bei mir, dein Stecken und Stab trösten mich. Du bereitest vor mir einen Tisch im Angesicht meiner Feinde. Du salbest mein Haupt mit Öl und schenkest mir voll ein. Gutes und Barmherzigkeit werden mir folgen mein Leben lang, und ich werde bleiben im Hause des HERRN immerdar.

Hören oder lesen Sie das Evangelium von heute

Input:

In der Epiphaniaszeit stellt sich Gott uns vor. So vertieft sich Weihnachten, wo Gott uns erstmals in Jesus ganz nah begegnet.

Wie würde Gott wohl einer Journalistin begegnen, der Gott interviewt?

 

 

Ok Gott, man sagt ja über Jesus, dass er irgendwie zu Gott gehört, wie kann man das verstehen?

Und vielleicht würde Gott , dann antworten:

Dazu habe ich ja eigentlich bei der Taufe von Jesus alles gesagt : Dies ist mein geliebter Sohn an ihm habe ich meinen Wohlgefallen. 

Das kann man so im Markusevangelium nachlesen.

Wenn du siehst wie Jesus ist, weist du wie ich bin. Ich bin Beziehung, Liebe, dass geht nicht allein und das geht auch nicht unantastbar. Deswegen Jesus: ICH BIN NAH.

 

Was denken Sie würde Gott antworten, wenn Sie Gott nach Jesus fragen?

Wenn Sie mögen, formulieren Sie doch eine eigene Bitte oder einen Dank und dann Vater unser im Himmel, geheiligt werde dein Name, Dein Reich komme, Dein Wille geschehe wie im Himmel so auf Erden. Unser tägliches Brot gib uns heute und vergib uns unsere Schuld, wie auch wir vergeben unseren Schuldigern. Und führe uns nicht in Versuchung, sondern erlöse uns von dem Bösen. Denn dein ist das Reich und die Kraft und die Herrlichkeit in Ewigkeit. Amen Segen (wenn Sie mögen, bekreuzigen Sie sich dabei) Gott segne und behüte uns. Gott lasse sein Angesicht leuchten über uns und sei uns gnädig. Gott hebe sein Angesicht über uns und schenke uns Frieden. 

17. 01.2021

Wir sind in der Epiphanias Zeit Gott stellt sich uns vor.

Wir sind versammelt im Namen dieses Gottes Vater Sohn  und Heilige Geist Kraft

Wir wollen gemeinsam mit Gott feiern.

Gott wir sind heute sehr unterschiedlich drauf manchen ist nach feiern anderen nicht.

Nimm du uns mit in das Fest mit dir.

Zum Feiern gehört Musik:

Hören Sie hier doch die Gesangbuchlieder  die Sie grade brauchen

Stellen Sie sich vor Sie sind auf einem Fest und Jesus ist der GAstgeber und aufeinmal erhebt jemand sein Glas für einen Toast:

 

Liebe Festgesellschaft,
Lieber Jesus,

Danke, dass wir heute bei dir zu Gast sein dürfen Jesus.
Ich freue mich sehr heute, als eine Freundin, euch liebe Festgemeinde unseren Gastgeber vorzustellen. Jedenfalls mal einige Facetten, von dem wie ich ihn kenne.


Am einfachsten geht das anhand einer kleinen Anekdote von einer Zeit, wo Jesus noch sehr unbekannt war. Einer Zeit, in der die meisten noch keine Ahnung hatten, wie er ist und wer er ist. Man erzählt sich diese Anekdote seit damals.  Vieles, was sie erzählt,  ist sehr bezeichnend  für unseren Gastgeber.

Passenderweise spielt sie auf einem Fest. Also dieselbe Situation, wie die, in der wir heute sind nur in einer anderen Konstellation.
Damals liebe Festgesellschaft war Jesus zu Gast mit seiner Mutter und seinen Freunden in Kana. Dort fand eine Hochzeit statt. Wie damals üblich feierte man 7 tagelang mit großer Festgesellschaft. Auf einmal war kein Wein mehr da. Peinlich, das grade darf bei einem Fest nicht passiert. Das werden sich die Leute noch lange erzählen: „Das war doch die Hochzeit, auf der der Wein leer war“. Seine Mutter bekam das mit und wandte sich an Jesus und sagte: „Da ist kein Wein mehr“. Darauf antwortete Jesus: „Was geht dich das an Frau was ich tue? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Seine Mutter ging dann zu den Dienern und sagte ihnen: „Was er dieser Mann da hinten sagt das tut.“ Wie damals üblich standen da sechs große Wasserkrüge, die je etwa 100 Liter fassten. Die Juden brauchten sie für die Reinigungsvorschriften. Jesus ging zu den Dienern und sagte ihnen: „Füllt die Krüge!“ Sofort füllten die Diener sie bis sie beinah überschwappten. Dann sagte Jesus ihnen: „ Schöpft aus den Krügen und bringt es dem Mann, der für das Fest verantwortlich ist.“ Und sie schöpften und brachten es ihm. Dieser Mann hatte keine Ahnung, was die Diener ihm brachten und woher es kam. Er kostete, was dir Diener ihm gaben- das Wasser war zu Wein geworden. Eine Verwandlung statt 600 Litern Wasser gibt es nun 600 Liter Wein. Das Fest ist gerettet. Der Mann lässt den Bräutigam rufen und sagt zu ihm: „Normalerweise gibt man den Gästen doch zuerst guten Wein und wenn sie betrunken sind den schlechteren. Du hast den besten Wein zurückgehalten bis jetzt. Hier bestätigt der Mann es nochmal guten Wein hatte er getrunken und hielt den Bräutigam für den Urheber. Das Wasser der Diener hatte Jesus also zu richtig gutem Wein gemacht. Das Fest von dem man sich erzählt: „Das war doch das Fest mit dem guten Wein bis zum Schluss.“ 600 Liter besten Wein und weiter geht die Feier.

Pause

Ein Wunder, das erste Zeichen von dem uns Johannes erzählt. Drei Dinge haben mich verwundert, die aber auf den zweiten Blick bezeichnend sind für unseren Gastgeber.

Als Gast hast du das Fest gerettet.

So einen Gast hat man gerne auf seinem Fest!

Unser Gastgeber hat Macht, auf sein Wort hin wird Wasser Wein.

Man könnte einwenden: Wasser zu Wein verwandeln ist ja schön und gut, aber es ist nicht grade  beeindruckend verglichen mit dem, was sonst von ihm erzählt wird. Er heilt Blinde. Er stillt Stürme. Er weckt Tote wieder auf. Eine Hochzeit ohne Wein- Naja irgendwie nicht so super, aber nicht grade lebensbedrohlich. Er fragt nicht: Muss das sein? Sagt nicht: „So wichtig ist doch so eine Hochzeit nicht“, sondern ergreift ein. Für das Brautpaar ist es eben doch wichtig. Gerade jetzt auf ihrer Hochzeit ist Zeit zu feiern. Da soll die Freude des Weins nicht fehlen. Er sieht diese Not nicht im Vergleich. Er sieht dieses Brautpaar, diese Hochzeit.

Manchmal bitte ich ihn um irgendwas. Und im selben Moment denke ich: Er kann so viel und er ist so groß - mein kleines Problem ist nicht wichtig genug. Zum Beispiel bitte ich ihn, dass eine gute Freundin schnell wieder auf den Beinen ist, weil sie die Grippe hat. Gleichzeitig denke ich an all die todkranken Menschen dieser Welt und traue mich kaum zu hoffen, dass er auch in dieser,  vergleichsweise kleinen Sache eingreift.

Aber hier kann ich hören: Er hilft nicht nur in schlimmen Krisen, sondern macht auch Wasser zu Wein auf einer Hochzeit, auf der schon reichlich getrunken wurde.

Wasser wird Wein! Wir dürfen sicher sein, du, Jesus, greifst ein auch bei unseren scheinbar unwichtigen Nöten.

Pause

Diese Anekdote hat bei mir aber auch eine zweite Verwunderung ausgelöst.
„Was geht dich das an Frau was ich tue? Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Das ist die Antwort von Jesus. Sie hatte ihn doch nur auf den fehlenden Wein hingewiesen.
Er distanziert sich, wirkt schroff. Als würde man von ihm keine Hilfe erwarten können.
Aber auch das ist bezeichnend für ihn. Er ist unabhängig. Er macht nicht, was wir ihm sagen. Er hat einen eigenen Plan. Er hat andere Dimensionen als wir, seine Stunde ist noch nicht gekommen. Er ist ein Freund und Freunde kann man bitten, man kann aber nicht über sie verfügen. Man kann ihm nicht vorschreiben, was er zu tun hat. 

Trotzdem vertraut seine Mutter darauf, dass er etwas tut. „Meine Stunde ist noch nicht gekommen.“ Noch nicht... da spitzt jedes Kind die Ohren, wenn es das hört. „Noch nicht ist nicht nicht. Wenn man noch nicht hört, dann passiert noch was.“ Das hört seine Mutter „noch nicht“, da kommt also noch was. Wenn man noch nicht hört, könnte man neben ihm stehen bleiben und immer wieder fragen: „Wann denn dann???? Wann ist denn deine Stunde gekommen? Wann passiert endlich was?“

 Aber seine Mutter vertraut einfach darauf, dass er eingreifen wird und geht los und weist andere darauf hin: Da passiert noch was, tut was er euch sagt. 
Dieses Vertrauen habe ich nicht. Wie kann ich ihm trauen, wenn er nicht sofort hilft? Seine Mutter kann ihm vertrauen, weil sie ihn schon lange kennt. Weil sie schon lange weiß, dass ihr Sohn etwas besonders ist.

Woher soll aber ich dieses Vertrauen nehmen? Vertrauen baut sich in jeder Freundschaft langsam auf. Erst vertraut man, weil man vielleicht sonst niemanden kennt, der einem helfen könnte und weil man keine Wahl hat. Vielleicht hat man von Freunden gehört: Dem kannst du vertrauen. So kenne ich das. Wenn man irgendwo neu ist, wendet man sich an Freunde, die da schon waren. Die geben einem einen Kontakt und sagen dem kann man vertrauen. Wie diese Freunde ist es die Mutter, die den Dienern ihr Vertrauen weiter gibt: Hört auf ihn. Und dann fragt man vielleicht nach und hört was andere mit ihm erfahren haben. Dann lernt man ihn kennen, lässt sich darauf ein ihm zu vertrauen macht seine eigenen Erfahrungen und kann sich immer mehr auf den anderen verlassen. Es entwickelt sich Vertrauen.

So kann es auch mit Jesus gehen. Wir hören etwas über ihn und erleben selbst etwas mit ihm, so kann vertrauen wachsen.

Jesus ist also auch unabhängig und wirkt daher manchmal schroff.  Trotzdem vertraut seine Mutter ihm. Vertrauen bedeutet nie, den Willen des anderen beeinflussen zu können, sondern sich auf den anderen zu verlassen.

Dir zu vertrauen lohnt sich, obwohl es nicht immer leicht ist.

Wie deine Mutter dürfen wir dir vertrauen.

Pause

Eine dritte Sache hat mich gewundert.

Jesus hat die Macht Wasser in Wein zu verwandeln und er hat eine Hochzeitsgesellschaft als Publikum: „Wieso hat er keine Show daraus gemacht?“

Pause

Aber auch das ist bezeichnend für ihn. Er ist kein Angeber. Er ist stark und ein fantastischer Freund. Aber er sagt nicht: „Hier bin ich, guckt wie toll ich bin. So cool wie ich bin, da müsst ihr mir sofort alle zu Füssen fallen.“

Nein, er bleibt im Hintergrund, beteiligt die Diener. Viele auf diesem Fest bekommen gar nicht mit was passiert, selbst der Mann, der für das Fest verantwortlich ist, weiß nicht, wo der Wein herkommt. Wieso? Weil er möchte, dass die Menschen freiwillig zu seinen Freunden werden. Er gibt uns Raum ihm zu begegnen und drängt sich nicht auf. Er zeigt, wer er ist. So können wir ihn kennenlernen, aber er nutzt seine Größe und Macht nicht aus, um bloße Bewunderung zu erhaschen.

„Zu Gast bei Gott“ so lautet die Einladung auf dem Plakat. Jesus ist hier der Gastgeber. Ich spreche ihn an und danke ihm. Aber wo ist er denn der Gastgeber? Wann tut er endlich mal was damit wir sicher wissen, dass er da ist? Er könnte durch die Tür kommen jetzt gleich. Er könnte Wasser mitbringen und es hier vor unseren Augen zu Wein verwandeln. Manchmal wirkt er auch so direkt. Aber meistens nutzt er, was da ist. Er nutzt sein Bodenpersonal. Also stehen wir vom Gottesdienstteam hier und erzählen mit unseren Möglichkeiten von Jesus. Wie die Diener haben wir den Auftrag bekommen zu bringen, was wir können. Wir bringen Worte, Melodien, Gesten und wir hoffen, dass Jesus sie wandelt. Wir hoffen, dass er sich zeigt und nutzt, was wir bringen. Das daraus etwas Gutes wird. Das ist wesentlich weniger beeindruckend als Jesus, der ein Wunder hier direkt vor unseren Augen tut. Uns mal richtig zeigt hier bin ich und das kann ich. In der Lesung aus dem 2. Mosebuch haben wir gehört, dass die ganze Herrlichkeit Gottes zu viel für den Menschen ist. Mose erträgt sie nur im Vorübergehe. Sie nimmt ihm den eigenen Raum. Sie ist unfassbar für uns Menschen. Sie überfällt uns. Deswegen wirkt Jesus auch heute oft  im Hintergrund. Manchmal bekommen wir es gar nicht mit. Aber er wirkt, wenn auch leise. So will er uns einladen. Er will uns mitnehmen. Er will uns so begegnen, dass wir nicht überfordert sind. Auf diese Weise bewundern wir  nicht nur seine Größe, sondern wir lernen ihn kennen, er kommt uns nah, er wird unser Freund.

Jesus, du bietest Freundschaft und hoffst nicht nur darauf bewundert zu werden.

Pause

Danke Jesus, dass du so ein guter Freund bist, dass du Kraft und Macht hast und sie für uns einsetzt,

Danke, dass wir dir vertrauen dürfen, obwohl oder gerade weil du unabhängig bist und nicht immer reagierst wie wir es erwarten

Danke, dass du um uns wirbst ohne dich aufzuzwingen.

Danke, dass du uns eingeladen hast und uns in deinem Freundeskreis haben willst.

Liebe Festgemeinde Erheben wir nun die Gläser auf Jesus unseren wunderbaren Gastgeber 

Haben Sie ein Glas um Jesus zuzuprosten oder wollen Sie Jesus lieber Singen, dann schmettern Sie Ihr Lieblingskirchenlied

Bekreuzigen Sie sich und sprechen: Der Segen von Gott, Vater Sohn und Heilige Geistkraft begleitet mich.

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